Der Titel von Giacomettis allegorischer Skulptur L’objet invisible (Mains tenant le vide) führt gleich doppelt ins Leere. Zum einen bezeichnet er die weibliche Figur, die mit beiden Händen ein unsichtbares Objekt umgreift. Zum anderen beinhaltet er die programmatische Ankündigung „Und jetzt die Leere“ (Maintenant le vide) – eine Abkehr von der surrealistischen Bewegung, der Giacometti sich 1929/30 anschloss, und einen Aufbruch zu einer neuen Formensprache.
Ebenso allegorisch aufgeladen ist Naumans minimalistische Arbeit Lighted Center Piece. Auf einer bühnenartigen Aluminiumplatte sind vier Halogenlampen angebracht, die geheimnisvoll in die Mitte auf ein leeres Zentrum strahlen. Ein ähnliches Thema greift der Künstler in den „Studio Films“ auf – einer Reihe von Filmen und Videos, die die Leere des Ateliers als Ausgangspunkt für seine künstlerische Selbsterkundung nutzen.